À propos … Fruits and Veggies

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Früchte und Gemüse

Kolumbien liegt auf dem zweiten Platz bei der Biodiversität für Südamerika. Besonders viele Pflanzenarten lassen sich hier finden, Dank der verschiedenen Ökosysteme, die zwischen tropischen Küstengebieten und nivalen Hochgebirgsregionen variieren. Das spiegelt sich auch in der riesigen Anzahl an Früchten und Gemüsen wider. Egal, wo man hingeht, wird man mit einer neuern Art von Frucht oder Gemüse konfrontiert. Man kann sich fast garnicht alle merken, aber versuchen sie natürlich alle zu probieren. Die meisten Sorten werden hier zu Saft in Wasser oder Milch verarbeitet oder pur gegessen.

Unser erstes Projekt in Kolumbien war «Cultivarte». Ein Paradies von Mangos, wo die Pflege unseres Bodens, wo die Bildung der Gemeinde und die Regeneration der Seele und des Körpers durch verschiedene Veranstaltungen, eine grosse Wichtigkeit spielen, wo die Zeit relativ ist und wo man die Wiederverbindung zur Mutter Erde anstrebt. Am Morgen gab es regelmässig Yoga und Meditation, um dem eigenen Körper Aufmerksamkeit zu geben und gut in den Tag zu starten. Hier konnten wir durch unsere 5 Sinne einfach die umgebende Natur geniessen, vom Summen der Bienen in den Bäumen, zu der Betrachtung der tausenden von Mangossprossen und Orangen. Danach kam das Frühstück, da konnten wir an einem Tag die Frucht Pitaya geniessen, eine ästethische wunderschöne Frucht. Innen ähnlich einer Passionsfrucht, aussen eine stachelnde glänzende gelbe grüne Schicht. Fast schade diese zu essen. Dann um 9 Uhr morgens ging es weiter mit der Arbeit, manchmal an künstlerischen Projekten, andere Male im Garten oder in der Konstruktion mit natürlichen Baumaterialien. Oder aber auch einmal mit der Frucht Jaguar. Diese wird zur Herstellung natürlicher Tinte für tempöräre Tattoos benutzt. Erstmal wird die Frucht gerieben und dann ausgepresst und ein paar Tage stehen gelassen, bis es seine blaue Farbe bekommt. Jaguar wird hauptsächlich von den indigenen Völkern benutzt, sie ist bekannt für ihren hohen Gehalt an Vitaminen und antibiotischen Eigenschaften und hält Mücken fern. Der Niko hatte bei dem Prozess mega Spass, für eine Woche lief er mit dunklen blauen Hände rum.

Jagua hands and a fresh Maracuja
A bunch of Mangos growing on the tree

Um 12 Uhr gab es dann die Mittagpause bis 14 Uhr, wo Zeit für eine Siesta möglich war. Während dem Mittagessen konnten wir viele leckere Speisen geniessen, öfters die leckeren Patacones essen, welche frittierte Platanoscheiben sind, aber manchmal unterschiedliche Bohnenarten, in rot, schwarz oder grün. Oder aber auch die für Kolumbien typischen Arepas welche aus Maiskorn gemacht sind und mit quasi allem gefüllt werden können. Die Yukka frittiert oder in der Suppe ist ähnlich zur Kartoffel, nur sieht länger aus, mit einer härteren braunen Schale und schmeckt mehliger. Als Nachtisch bekamen wir Guayaba mit Käse, «Dulce de Guayaba con queso». Eine Frucht die an einer Pflaume erinnert mit rosa hellem Fruchtfleisch, welches oft als Marmelade oder eben als Süssigkeit gegessen wird.

Nach der Siesta arbeiteten wir noch 2 Stunden und dann Feierabend. Klar, der Nachmittagsnack war nicht zu verpassen. Einer Cati’s Lieblingsfrüchte: die Maracuya. Etwas bekannter auch bei uns. Einfach in der Mitte schneiden und dann mit einem Löffel die Kerne und den Saft aufessen. Super sauer, aber sauer macht lustig.

Am Wochenende war bei Cultivarte Zeit zum selber kochen. Das Ziel war es einen kulturellen Austausch aus internationalen Gerichten herzustellen und so von den anderen Kulturen lernen zu können. Neben einem italienischen Abend mit Pizza (mit einem Holzkohleofen) und Prosecco haben wir auch ein Frühstück zubereitet (unterschiedliche Brotsorten, wie zB ein schweizer Sechs.Strang-Zopf). Bei diesem darf natürlich ein Fruchtsaft nicht fehlen und so haben wir uns für unsere Lieblingsfrucht entschieden: Guanabana, oder die deutsche, unglaublich schöne Übersetzung: Sauersack. Sie hat eine Grösse vergleichbar mit einem Dinosaurierkopf/ Wassermelone, wiegt ungefähr das Gleiche und hat außen kleine weiche Stacheln. Aber sobald man sie öffnet ist die ganze Frucht voll von einem süßen, faserigen, weissen Fruchtfleisch und ein paar Kernen. Der Geschmack ist wirklich einzigartig, leicht sauer und ganz viel süss. Um einen Saft daraus zu machen muss man erst die Kerne per Hand entfernen und/oder in einem Mixer tun damit sich diese vom Fruchtfleisch trennen. Danach kann man es einfach mit Wasser mischen und fertig ist ein unglaublich guter Saft. Man kann noch Zucker hinzufügen oder statt Wasser Milch nehmen, aber für uns war der Saft so süss genug und mit Milch ist der Saft fast wie eine ganze Mahlzeit und ausserdem ist uns wichtig auch den Milchkonsum drastisch zu reduzieren (nicht immer einfach hier in Kolumbien).

Curuba, sour like passionfruit and rich in vitamines and minerals
Tomate de arbol – good for jams or juices

An einem Tag machten wir zusammen eine Wanderung in die nächst größere Stadt Anapoima. Bevor wir allerdings losgingen hörten wir die wohl bekannteste Melodie der Welt: «Für Elise – Ludwig van Beethoven» in Monoton. Es war… nicht der Metallsammler, sondern das Eismännchen oder -fräulein. Das Eis hier wird oft von den Landwirten selbst hergestellt und so schmecken diese auch oft unglaublich lecker. Unser Lieblingseis war das Kokoseis mit geraspelten Kokosstücken und war meist so schnell gegessen, dass die Sonne nichtmal die Oberfläche antauen konnte. Die Kokosnuss ist allgemein eine unglaublich reiche Frucht mit vielen Verwendungszwecken. Das Kokosfleisch enthält neben dem Öl Proteine, Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Kokosöl zB kann als Öl für die Haut oder Haare oder zum Braten, zum Backen oder Kochen verwendet werden. Es ist ein natürliches Antibiotikum und kann aufgrund der Ketone die in ihm enthalten sind sogar den Krankheitsverlauf von neurodegenerativen Krankheiten lindern (2). Diese Frucht wird auch als Pflanzenmilch benutzt (Ups, dürfen wir das hier überhaupt Milch nennen? geistreicher Artikel dazu hier 1) und die Schale als Schmuckstücke oder Blumentöpfe.

Andere Früchte, denen wir begegnet sind, sind zB.: Tomate de Arbol (wortwörtlich übersetzt Tomate vom Baum) die genau wie eine Tomate aussieht nur mit einer härteren Schale. Auch diese werden oft als Saft serviert, sehr sauer, sehr lecker und sehr vitaminreich. Die Mamoncillo, ähnlich wie Lychis, nur mit riesigem Kern und wenig Fruchtfleisch. Diese zu essen, wirkt auch als Antistressmittel, da man sich um den Kern arbeiten muss. Oder noch die Karambole: Eine sternförmige Frucht. Oder auch zum Beispiel: die Papayuela, eine Mini-Papaya der Berge. Eine der Lieblings-FruchtCocktails, den Niko macht: Lulu, Curuba mit Badea. Lulu erinnert an eine Kaki, Curuba und Badea, gehören der Familie der  Passionsfrüchte, sind nur gurkenförmig. Die Badea ist etwas breiter als die Curuba.

Bei so einer Vielfalt wundert es uns immer wieder, dass das meiste Essen, egal ob Imbiss oder Restaurant, überwiegend mit Fleisch zubereitet wird. Selbst die Frage, ob eine Speise auch ohne Fleisch bestellt werden kann wird meist nickend entgegengenommen und dann ignoriert. Aber wie kam es dazu, dass ein einem so an Pflanzen reichen Land der Fleischkonsum so hoch ist? Dies meisten sagen, wie bei uns in Europa auch, es sei eben Tradition. Aber auch bei uns hat sich der exzessive und umweltschädliche massive Fleischkonsum erst im letzten Jahrhundert so entwickelt wie er heute ist. Ass man früher noch einmal pro Woche Fleisch, ist es heute bei vielen in allen Mahlzeiten vorhanden. Mitlerweile, auch aufgrund eines erhöhten Umweltbewusstseins oder/und das Wissen darüber, wie unsere Fleischindustrie funktioniert ist der Fleischkonsum in Europa rückläufig (3).

Look at me, I am the Jagua fruit and make you look blue
Drying the Jaguar as an experiment to treat it more easily

Für die Fleischproduktion werden weltweit 91 % der landwirtschaftlichen Fläche verwendet (70 % Weideland und 21 % für Futtermittel (4)). Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, was das für eine Verschwendung ist. Warum? Schauen wir uns mal die Energiegleichung bei der Nahrungsaufnahme eines Weidegängers an (ein kleiner Einblick in Niklas‘ Studium der Umweltwissenschaften): zum Beispiel die Energie, die eine Pflanze in sich gespeichert hat ist 100 % (Nettoprimärproduktion). Ein Rind zB. frisst dann diese Pflanze, dabei entstehen Verluste in Form von nicht gefressenem Material, was auf den Boden fällt (Konsumptionseffizienz). Im Körper wird dann Energie aufgewendet, um die Materialien zu verdauen und ein grosser Teil verlässt in Form von Fäzien den Körper wieder. Von dem Anteil, der tatsächlich vom Darm aufgenommen wird (Assimilationseffizienz) geht nochmal ein Anteil für die Wärmeentwicklung des Körpers verloren. Der Anteil der Energie, der dann in Biomasse umgebaut wird nennt sich Produktionseffizienz. Kombiniert man diese drei Ebenen von der Ausgangsenergie, die in der Pflanze gespeichert war bis zum Aufbau der Biomasse, kommt man bei einem Weidegänger, wie zB. Kühen auf 0,15 % (trophische Transfereffizienz)(5). In Kurz: die Produktion von Fleisch geht mit jeder Menge an Energieverlusten einher. In kleinem Massstab vielleicht nicht so gravierend aber global wird für diese Industrie jede Menge Regenwald gerodet, obwohl für die Fleischproduktion schon 91 % der Landwirtschaftsfläche verwendet wird. Eine pflanzliche Ernährung ist dementsprechend viel energieeffizienter. Aber nicht nur aus wissenschaftlicher, sondern auch aus ethischer Sicht gibt es einige Dinge, über die wir uns Gedanken machen.

«Tierrechte sind eine andere Art, das Zusammenleben von Menschen und Tieren zu organisieren. Nämlich so, dass wir Tieren keine Gewalt antun. Heute geschieht das Gegenteil: Tieren werden die schlimmsten Dinge angetan, obwohl es längst nicht mehr nötig wäre. Das ist ungerecht und muss sich ändern!” (6)

Whole grain bread and Sechs-Strang-Zopf
The pizza feast can start

Heutzutage ist es klar, dass eine vegetarische, sogar eine vegane Ernährung deutlich gesünder ist, als eine fleischbasierte (7) Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung von grosser Wichtigkeit, aber machbar in einer vegetarischen oder veganen Diät. Also warum essen wir noch Fleisch? Menschen lieben Tiere, wir lieben es Safaris zu machen, Tiere zu beobachten, Vögeln zuzuhören, wir schauen süsse Videos von Tieren, auf YouTube, wir wohnen mit Tieren … aber wir essen diese auch. Ist dies nicht ein Paradox? Antworten wie es sei Tradition oder kulturell bedingt hat keine Berechtigung mehr. Es liegt jedem in der eigenen Entscheidung und Verantwortung Fleisch zu essen oder nicht.

Ist das Töten von Tieren nicht auch eine Form von Gewalt? Schlussendlich wird Gewalt ausgeübt, es werden Tiere, in Massentierhaltung, geschlachtet für einen Zweck welcher eigentlich nicht notwendig ist. Das macht es nicht besser, ein süsses Huhn vom netten Nachbarbauernhof zu schlachten. Gewalt ist es trotzdem. Im 19. Jahrhundert konnte man ohne Fleisch nicht leben, aber nun ist es ist in unterschiedlichen Berichten und Studien erwiesen, dass es nicht mehr so ist. Also ist es klar, dass unsere Gesellschaft auch hier, auf juristischer Ebene Fortschritte machen sollte, aber ein Fortschritt kann schon bei jeder und jedem von uns anfangen.

Beim Experimentieren zu Hause bei uns, aber auch bei Cultivarte, ist die Vielfalt der veganen/vegetarischen Gerichte, die man zubereiten kann, sehr groß. Es macht Spass und ist gesund. Hier in Kolumbien, wie ihr vorher lesen konntet haben wir besonders Spass, nicht nur daran neue Gerichte auszuprobieren aber auch daran neue Früchte und Gemüse zu finden. Also, bis bald, wir werden weiter forschen.

Frutta e Verdura

La Colombia è al secondo posto nella biodiversità del Sud America. Un numero particolarmente grande di varietà di piante si possono trovare qui, grazie ai diversi ecosistemi, che variano tra le zone costiere tropicali e le regioni nivali di alta montagna. Questo si manifesta anche nell’enorme numero di frutta e verdura. Ovunque si vada, ci si trova di fronte ad un nuovo tipo. È quasi impossibile ricordarli tutti, ma naturalmente cerchiamo di assaggiarli il più possibile. La maggior parte dei frutti o legumi vengono spremute in succo in acqua o latte o mangiate così, semplicemente crude.

Il nostro primo progetto in Colombia è stato „Cultivarte“. Un paradiso di manghi, laddove la cura della nostra terra, l’educazione della comunità e la rigenerazione dell’anima e del corpo attraverso vari eventi, giocano una grande importanza, dove il tempo è relativo e dove si cerca la riconnessione con la madre terra. La mattina si iniziava regolarmente con esercizi di yoga e meditazione per dare attenzione al proprio corpo e iniziare bene la giornata. Qui abbiamo potuto godere della natura circostante attraverso i nostri 5 sensi, dal ronzio delle api sugli alberi, al guardare le migliaia di germogli di mango e arance sugli alberi. Poi è arrivata la colazione, dove un giorno abbiamo potuto gustare la pitaya, un frutto esteticamente bello. All’interno simile al frutto della passione, all’esterno un pungente strato giallo verde lucido. Quasi un peccato mangiarlo. Poi alle 9 del mattino si cominciava con il lavoro, a volte su progetti artistici, altre volte in giardino o nella costruzione con materiali da costruzione naturali. O una volta con il frutto: Jaguar. Questo è usato per fare inchiostro naturale per tatuaggi temporanei. Prima la frutta viene grattugiata e poi spremuta e lasciata per qualche giorno fino a quando non prende il suo colore blu. Il Jaguar è usato principalmente dalle popolazioni indigene, è noto per il suo alto contenuto di vitamine e proprietà antibiotiche e tiene lontane le zanzare. Niko si è divertito molto con questo processo e per una settimana girava con le mani blu scure.

What a beautiy this organic garden
Huge coliflor ready to be harvested

Alle 12 avevamo pausa pranzo fino alle 14, dove c’era il tempo per una siesta. Durante il pranzo abbiamo potuto godere di molti piatti gustosi, mangiando spesso i deliziosi Patacones, che sono fette di platano fritte, o a volte diversi tipi di fagioli, in rosso, nero o verde. O le tipiche Arepas colombiane, che sono fatte di mais e possono essere riempite con praticamente qualsiasi cosa. La Yukka fritta o in zuppa è simile alla patata, solo che ha la forma allungata, ha una buccia marrone più dura e ha un sapore più farinoso. Come dessert mangiavamo la Guayaba con formaggio, „dulce de guayaba con queso“. La Guayaba, un frutto che assomiglia a una prugna con la polpa chiara rosata, che viene spesso mangiato come marmellata o come dolce.

Dopo la siesta, lavoravamo per altre 2 ore e poi finivamo. Certo, la merenda pomeridiana non poteva mancare. Uno dei frutti preferiti di Cati: il maracuya. Un po‘ più conosciuto anche da noi. Basta tagliarlo a metà e poi mangiare i semi e il succo con un cucchiaio. Super acido, ma l’acido è divertente.

Nel fine settimana, a Cultivarte era il momento di cucinare tutte e tutti insieme. L’obiettivo era quello di creare uno scambio culturale di piatti internazionali e quindi imparare da altre culture. Oltre a una serata italiana con pizza (utilizzando un forno a legna) e prosecco, abbiamo anche preparato una colazione con diversi tipi di pane, come un „Sechsstrangzopf“, ovvero la treccia svizzera. Naturalmente, un succo di frutta non poteva mancare e così abbiamo scelto il nostro frutto preferito: Guanabana, o la traduzione tedesca, incredibilmente bella: ”Sauersack”.  Ha una dimensione paragonabile a una testa di dinosauro/anguria, pesa circa lo stesso e ha piccole spine morbide all’esterno. Ma appena lo si apre, tutto il frutto è pieno di una dolce polpa bianca fibrosa e pochi semi. Il sapore è davvero unico, leggermente acido e molto dolce. Per ricavarne il succo, bisogna prima separare i semi dalla polpa o a mano e/o in un frullatore. Poi si può semplicemente mescolare con acqua e si ha un succo incredibilmente buono. Si può aggiungere zucchero o usare il latte anziché dell’acqua, ma per noi il succo era abbastanza dolce così com’è e con il latte era come un pasto completo. Oltretutto è anche importante per noi ridurre drasticamente il nostro consumo di latte (non sempre facile qui in Colombia).

Mhhhhh Yukka fries

Everything is prepared to start cooking for the fiesta

Un giorno siamo andati a fare un’escursione insieme fino alla prossima città più grande, Anapoima. Prima di partire, però, abbiamo sentito la melodia più famosa del mondo: „Für Elise – Ludwvig van Beethoven“ in forma monotona. Era… non il collezionista di metalli, ma l’uomo o la donna di ghiaccio. I gelati qui sono spesso fatti dagli stessi contadini e quindi hanno spesso un sapore incredibilmente delizioso. Il nostro gelato preferito era quello al cocco con pezzi di cocco grattugiati e di solito veniva mangiato così in fretta che il sole non riusciva nemmeno a scongelare la superficie. La noce di cocco in generale è un frutto incredibilmente ricco con molti usi. Oltre all’olio, la polpa di cocco contiene proteine, fibre e carboidrati. Come olio per la pelle o per i capelli o per friggere, per cuocere al forno o per cucinare. L’olio di cocco, per esempio, è un antibiotico naturale e può persino alleviare il corso delle malattie neurodegenerative grazie ai chetoni che contiene (2). Questo frutto viene utilizzato anche per il latte vegetale (Oops, ci è permesso chiamare questo latte qui? articolo divertente su questo; qui 1) o la buccia come decorazione o vaso da fiori.

Altri frutti che abbiamo incontrato sono: Tomate de Arbol (letteralmente pomodoro dell’albero) che assomiglia esattamente ai nostri pomodori solo con una buccia più dura. Questi sono anche spesso serviti come succo, molto acido, molto gustoso e molto ricco di vitamine. Il mamoncillo, simile al lychi ma con un nocciolo enorme e poca carne, infatti funge quasi da antistress siccome bisogna lavorarci attorno per mangiarlo. Un altro frutto, la Carambola: Un frutto a forma di stella. O per esempio anche la Papayuela: una mini Papaya della montagna. Uno dei cocktail di frutta preferiti da Niko: Lulu, Curuba con Badea. Lulu ricorda un caco, curuba e badea, appartengono alla famiglia dei frutti della passione, ma hanno la forma di cetriolo. Il Badea è un po‘ più largo del Curuba. Un succo di frutta molto rinfrescante.

Con una tale varietà, siamo sempre sorpresi che la maggior parte del cibo, sia che si tratti di uno snack bar o di un ristorante, sia preparato prevalentemente con carne. Anche la domanda se un piatto può essere ordinato senza carne è di solito accolta con un cenno e poi ignorata. Ma come mai il consumo di carne è così alto in un paese così ricco di piante? La maggior parte della gente dice, come facciamo noi in Europa, che è solo tradizione. Ma anche qui, il consumo massiccio di carne, eccessivo e dannoso per l’ambiente, si è sviluppato solo nell’ultimo secolo in quello che è oggi. In passato, la carne veniva mangiata una volta alla settimana per nutrirsi, ma oggi fa parte di ogni pasto e per sfizio per molte persone. Nel frattempo, anche a causa di una maggiore consapevolezza ambientale e/o della conoscenza di come funziona la nostra industria della carne, il consumo di carne in Europa sta diminuendo (3).

Dragon fruit or Pitaya beautiful from the inside and the outside
Mamey, creamy and tasty for desserts

In tutto il mondo, il 91% dei terreni agricoli è utilizzato per la produzione di carne (70% per il pascolo e 21% per l’alimentazione animale (4)). Pensiamo allo spreco alimentare che ciò comporta. Perché? Diamo un’occhiata all’equazione dell’energia nell’assunzione di cibo di un brucatore (un piccolo sguardo allo studio sulle scienze ambientali di Niklas): per esempio, l’energia che una pianta ha immagazzinato in se stessa è il 100% (produzione primaria netta). Una mucca, per esempio, mangia poi questa pianta, con conseguenti perdite sotto forma di materiale non mangiato che cade a terra (efficienza di consumo). L’energia viene poi spesa nel corpo per digerire i materiali e una gran parte lascia di nuovo il corpo sotto forma di feci. Della parte che viene effettivamente assorbita dall’intestino (efficienza di assimilazione), un’altra parte viene persa per la generazione di calore del corpo. La parte di energia che viene poi convertita in biomassa è chiamata efficienza di produzione. Se si combinano questi tre livelli, dall’energia iniziale immagazzinata nella pianta all’accumulo di biomassa, si ottiene lo 0,15 % (efficienza di trasferimento trofico) per un brucatore come le mucche (5). In breve, la produzione di carne comporta una grande perdita di energia. Forse non è così grave su piccola scala, ma a livello globale molta foresta pluviale viene disboscata per questa industria, anche se la produzione di carne utilizza già il 91% dei terreni agricoli. Di conseguenza, una dieta a base vegetale è molto più efficiente dal punto di vista energetico. Ma non solo da un punto di vista scientifico, ma anche etico, ci sono alcune fatti a cui pensare e riflettere.

„I diritti degli animali sono un altro modo di organizzare la coesistenza fra esseri umani e animali. Vale a dire, in modo tale da non esercitare violenza sugli animali. Oggi accade il contrario: si fanno le cose peggiori agli animali, anche se non sarebbe più necessario. Questo è ingiusto e deve cambiare!“. (6)

Papayuela, the Papayas from the mountains are often used in Aromatica (tee)
Siesta time not only for humans, this one does yoga and sleep at the same time

Oggi è chiaro che una dieta vegetariana, anche vegana, è chiaramente più sana della carne. (7) Naturalmente, una dieta equilibrata è di grande importanza, ma fattibile in una dieta vegetariana o vegana. Allora perché mangiamo ancora carne? Gli esseri umani amano gli animali, amiamo andare nei safari, guardare gli animali, ascoltare gli uccelli, guardiamo video carini di animali su YouTube, abbiamo animali di compagnia in casa … ma li mangiamo anche. Non è un paradosso? Risposte come “è tradizione” o “è culturale” non sono più giustificate. Mangiare o meno la carne è una decisione e una responsabilità individuale di ciascuno e ciascuna di noi.

L’uccisione di animali non è anch’essa una forma di violenza? Alla fine, si esercita la violenza sull’animale, si macellano gli animali negli allevamenti industriali per uno scopo che non è veramente necessario. Questo non rende migliore la macellazione di un pollo carino della bella fattoria vicina. Rimane comunque violenza. Nel XIX secolo non si poteva vivere senza carne, ma ora è stato dimostrato in vari rapporti e studi che non è più così. Quindi è chiaro che la nostra società deve progredire anche qui, a livello giuridico, ma il progresso può iniziare già da ognuno e ognuna di noi.

Esperimentando già a casa da noi, ma anche a Cultivarte, la varietà di piatti vegani/vegetariani che si possono preparare è estremamente grande. È divertente e salutare. Qui in Colombia, come hai potuto leggere sopra, ci piace soprattutto non solo provare nuovi piatti ma anche trovare nuova frutta e verdura. Quindi a presto, noi continuiamo con la ricerca.

Fruits and Veggies

Colombia ranks second in biodiversity for South America. A particularly large number of plant species can be found here, thanks to the different ecosystems that vary between tropical coastal areas and nival high mountain regions. This is also reflected in the huge number of fruits and vegetables. No matter where you go, you are confronted with a new type of fruit or vegetable. It is almost impossible to remember them all, but of course try to taste them all. Most varieties here are put into juice in water or milk or eaten plain.

Our first project in Colombia was „Cultivarte“. A paradise of mangos, where the care of our land, where the education of the community and the regeneration of the soul and body through various events, play a great importance, where time is relative and where the reconnection to the mother earth is sought. In the morning there was regular yoga and meditation to give attention to one’s body and start the day well. Here we could simply enjoy the surrounding nature through our 5 senses, from the buzzing of the bees in the trees, to the contemplation of the thousands of mango sprouts and oranges on the trees. After that we had breakfast, where we could enjoy the fruit Pitaya, an aesthetically beautiful fruit. Inside similar to a passion fruit, outside a prickly shiny yellow green layer. Almost a pity to eat it. Then at 9am we started working, sometimes on artistic projects, other times in the garden or in construction with natural building materials. Or once with the fruit Jagua. This is used to make natural ink for temporary tattoos. First the fruit is grated and then squeezed and left for a few days until it gets its blue color. Jagua is mainly used by indigenous peoples; it is known for its high content of vitamins and antibiotic properties and keeps mosquitoes away. Niko had great fun with the process, for a week he ran around with dark blue hands.

Arracacha, root of the Andes, straight to the salad
Pepino, a different form of cucumber

At 12 o’clock there was then the lunch break until 14 o’clock, where time for a siesta was possible. During lunch we could enjoy many delicious dishes, often eating the delicious patacones, which are fried platano slices, or sometimes different types of beans, in red, black or green. Or the arepas, typical of Colombia, which are made of corn and can be filled with almost anything. The yukka, fried or in soup is similar to the potato, only looks longer, with a harder brown skin and tastes more floury. For dessert we got guayaba with cheese, „dulce de guayaba con queso“. A fruit that resembles a plum with pink light flesh, which is often eaten as a jam or just as a sweet. After the siesta we worked another 2 hours and then closing time. Sure, afternoon snack was not to be missed. One of Cati’s favorite fruits: the maracuya. Something more known to us as well. Just cut in half and then eat up the seeds and juice with a spoon. Super sour, but sour makes funny.

On the weekend was at Cultivarte time to cook for yourself. The goal was to create a cultural exchange from international dishes and thus be able to learn from the other cultures. Besides an Italian evening with pizza (with a charcoal oven) and Prosecco, we also prepared a breakfast (different kinds of bread, such as a Swiss Sechsstrangzopf). With this, of course, a fruit juice may not be missing and so we have chosen our favourite fruit: Guanabana, or the German, incredibly beautiful translation: Sauersack. It has a size comparable to a dinosaur head/ watermelon, weighs about the same and has small soft spines on the outside. But as soon as you open it, the whole fruit is full of a sweet fibrous white pulp and a few seeds. The taste is really unique, slightly sour and quite sweet. To make a juice from it you first have to separate the seeds from the pulp by hand and/or in a blender. After that you can simply mix it with water and you have an incredibly good juice. You can add sugar or take milk instead of water, but for us the juice was sweet enough and with milk the juice is almost like a whole meal and besides it is important for us to reduce the consumption of milk drastically (not always easy here in Colombia).

Cati preparing the Seitan in the Restaurant
Guanabanaaaaaaaaaa

One day we went on a hike together to the next bigger town Anapoima. Before we left, however, we heard probably the most famous melody in the world: „Für Elise – Ludwig van Beethoven“ in monotone. It was… not the metal collector, but the ice man or woman. The ice cream here is often made by farmers themselves and so these often taste incredibly delicious. Our favourite one was coconut ice cream with shaved coconut pieces and was usually eaten so quickly that the sun couldn’t even thaw the surface. Coconut in general is an incredibly rich fruit with many uses. The coconut meat contains protein, fibres and carbohydrates in addition to the oil. As oil for the skin or hair or for frying, baking, or cooking. Coconut oil, for example, is a natural antibiotic and can even alleviate the progression of neurodegenerative diseases due to the ketones it contains (2). This fruit is also used as a plant milk (Oops, are we even allowed to call this milk? witty article on this here 1) and the shell as jewellery or flowerpots.

Other fruits we have encountered include: Tomate de Arbol (literally tomato from the tree) which looks exactly like a tomato only with a harder skin. These are also often served as juice, very sour, very tasty, and very rich in vitamins. The mamoncillo, similar to lychees but with a huge pit and little flesh Eating these also acts as an anti-stress agent since you have to work around the pit. Carambola: A star-shaped fruit. Or the Papayuela: a mini Papaya from the mountains. One of the favorite fruit cocktails Niko makes: lulu, curuba with badea. Lulu reminds of a persimmon, Curuba and Badea, belong to the passion fruit family, are just cucumber shaped. Badea is a little wider than Curuba.

With such variety, we are always surprised that most food, whether snack or restaurant, is predominantly prepared with meat. Even the question of whether a dish can be ordered without meat is usually received with a nod and then ignored. But how did it come that a country so rich in plants the meat consumption is so high? Most say, as with us in Europe also, it is evenly tradition. But like in the western countires the excessive and environmentally harmful massive meat consumption has developed only in the last century as it is today. In the past, meat was eaten once a week, but today it is part of all meals for many people. In the meantime, also due to an increased environmental awareness or/and the knowledge about how our meat industry works, meat consumption in Europe is declining (3).

Our Menu for the Pizza evening
Cati with some peas for preparing falafel

For meat production, 91% of the agricultural land is used worldwide (70% grazing land and 21% for feed (4)). You have to think about that, what a waste that is. Why? Let’s take a look at the energy equation for the food intake of a grazer (a little insight into Niklas‘ study of environmental science): for example, the energy that a plant has stored in itself is 100% (net primary production). A bovine e.g. then eats this plant, thereby losses occur in the form of not eaten material, which falls on the ground (consumption efficiency). Energy is then expended in the body to digest the materials and a large portion leaves the body again in the form of feces. Of the portion that is actually absorbed by the intestines (assimilation efficiency), another portion is lost to heat the body. The portion of energy that is then converted into biomass is called production efficiency. Combining these three levels, from the initial energy stored in the plant to the biomass build-up, we arrive at 0.15% (trophic transfer efficiency) for a grazer such as cows (5). In short: the production of meat is accompanied by any amount of energy loss. Maybe not so serious on a small scale, but globally a lot of rainforest is cleared for this industry, although meat production already uses 91% of agricultural land. Accordingly, a plant-based diet is much more energy efficient. But not only from a scientific point of view, but also from an ethical point of view, there are some things we must think about.

„Animal rights are another way of organizing the coexistence of humans and animals. Such that we do not commit violence against animals. Today, the opposite happens: the worst things are done to animals, although it would not be necessary anymore since long. This is unjust and must change!“ (6)

What a huge bug in the orchard
Wonderful bees polynizing most of our food

Nowadays it is clear that a vegetarian, even a vegan diet is much healthier than meat. (7) Of course, a balanced diet is of great importance, but doable in a vegetarian or vegan diet. So why do we still eat meat? Humans love animals, we love going on safaris, watching animals, listening to birds, we watch cute videos of animals, on YouTube, we live with animals … but we also eat them. Is this not a paradox? Answers like it is tradition or culturally conditioned has no more justification. It is everyone’s own decision and responsibility to eat meat or not.

Is the killing of animals not also a form of violence? After all, violence is exercised, animals are slaughtered in mass livestock farming for a purpose which is actually not necessary. That does not make it better to slaughter a sweet chicken from the nice neighbouring farm. It is still violence. In the 19th century you could not live without meat, but now it is proven in different reports and studies that it is no longer so. So, it is clear that our society should also make progress here, on a legal level, but this progress can start with each and every one of us.

Experimenting at home by us, but also at Cultivarte, there is a great variety of vegan/vegetarian dishes that can be prepared. It’s fun and healthy. Here in Colombia, as you could read before, we especially have fun not only trying new dishes but also finding new fruits and vegetables. So, see you soon, we will keep on exploring.

Sources:
1 – https://graslutscher.de/milchlobby-scheitert-mit-laecherlichem-anti-pflanzenmilch-vorstoss-an-eu-kommission/

2 – https://parkinsonviewpoint.com/can-coconut-oil-treat-parkinsons-disease/

3 – https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2015/259833/Fleischkonsum_Datenanalyse_IW.pdf

4 – https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/globale_landflaechen_biomasse_bf_klein.pdf

5 – M. Begon, R.W. Howarth, C.R. Townsend: Ökologie, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2017; DOI 10.1007/978-3-662-49906-1

6 – https://animal-rights-switzerland.ch/themen-tierrechte/

7 –https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/studie-zu-vorzuegen-und-risiken-des-vegetarismus/

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