À propos… Plastics

Versione italiana vedi sotto
English version below

Kunststoffe, umgangssprachlich auch Plastik genannt, haben erstaunlich viele positive Eigenschaften. Sie sind flexibel, dehnbar, wasserdicht, sehr leicht, verschieden formbar, isolieren, sind chemisch resistent, sind extrem leicht und überall verfügbar. Man sieht sie überall verwendet: Verpackungen, Taschen, Klamotten, Isolationsmaterialien, Folien, Karosserieteile, Schuhe, Flaschen, Fischnetze usw. Es gibt unglaublich viele Einsatzgebiete. Schauen wir doch einfach mal über unsere Einkäufe oder betrachten im Supermarkt, was alles in Plastik verpackt ist und denken darüber nach, dass dieses Material unter Energieaufwand aus der Erde geholt, raffiniert und geformt wurde um als Verpackung zu dienen und nach dieser einmaligen Benutzung in den Müll geworfen zu werden. Ein perfekter, linearer Produktions- und Verwertungsprozess. Wurde uns in Deutschland, als Spitzenreiter in der EU bei der Erzeugung von Verpackungsmüll, jahrelang eine hohe Recyclingquote suggeriert, stellt sich doch heraus, dass diese nur bei ca 50 % liegt (10) und, dass es billiger war den Müll nach China und Malaysia zu exportieren, damit er da ohne Umweltauflagen verbrannt wird und die dortige Bevölkerung vergiftet (8, 9). Wiedereinmal ist dies eine Verschiebung von Problemen, die hier entstehen hin zu Orten, wo es die westliche Gesellschaft hoffentlich nicht mitbekommt. Das neue Verpackungsgesetz soll dem entgegenwirken und bis 2022 immerhin eine Recyclingquote von 63 % realisieren. Mal schauen, wie die Wirklichkeit aussehen wird.

Die gängigsten Formen sind Polypropylen (PP, für Verpackungen, Folien, Fasern), Polyäthylen (PE, für Verpackungen), Polyethylenterephtalat (PET, für Getränkeflaschen), Polyvinylchlorid (für Böden und Rohre) und Polystyrol (für Dämmmaterial, Verpackung, Surfbretter) und können in Thermoplaste (werden bei Erwärmung weich) und Duroplaste (werden durch Wärme nichtmehr weich) unterschieden werden. Die meisten Hersteller prägen die Art des Kunststoffs irgendwo auf ihren Produkten mit den international einheitlichen Codes von 1 für PET bis 7 für sonstige Kunststoffe. Hergestellt werden diese Kunststoffe aus Rohöl in Raffinerien durch Polymerisierung (13).
Mittlerweile gibt es auch Alternativen zu erdölbasiertem Kunststoff. Der bekannteste ist wohl PLA (Polymilchsäuren). Finden kann man diesen z.B. in der Landwirtschaft, in einigen ökologisch orientierten Restaurants oder in einigen wenigen Verpackungen. PLA ist aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kann kompostiert werden. Die Frage ist nur: passiert das auch? Scheinbar lässt sich PLA nur in idustriellen Kompostieranlagen richtig kompostieren. Biomüll hat dort eine Verweildauer von 80 Tagen. Diese reicht allerdings nicht aus um PLA zu kompostieren. Auch die Herstellung sollte in einer ganzheitlichen Betrachtung nachhaltig sein (14), sonst bringt das ganze Ersetzen nicht viel und man hat den gleichen Effekt wie bei Energie aus Biomasse, wo riesige Monokulturen angebaut werden, um Strom oder Dieselbeimischungen zu erzeugen (15).

Drawing signs for awareness for beach visitors
Selfmade signs


So viele postive Eigenschaften Kunststoffe auch haben, wissen wir doch alle auch um ihre Negativen. Sie sind extrem beständig und bauen sich biologisch nicht ab. Das heisst sobald sie in der Natur sind, werden sie durch Bewegungen oder von der Sonne von grossen in immer kleinere Stücke aufgebrochen. So wird aus Makroplastik Mikroplastik und am Ende sogar Nanoplastik. Dieser ist dann so klein, dass er sogar in der Atmosphäre transportiert wird (1). Daher finden wir selbst in Gegenden auf der Welt, wo es keinen Menschlichen Einfluss gibt Kunststoffrückstände im Boden, wie im Schnee in der Arktis (2). Die Auswirkungen auf die Gesundheit von uns Menschen sind noch nicht bekannt.

Plastic accumulation spots called gyres
The other side

Seit seiner Einführung 1907 und dem Beginn der Massenproduktion Anfang der 1950er Jahre haben sich Kunststoffe in der ganzen Welt verbreitet. Gibt es in einigen Ländern öffentliche Müllsammelstellen und Recyclingsysteme gibt es doch in vielen anderen keine ausreichende Verwertung dafür. Die verschiedensten Erzeugnisse werden über den Wind übers Land getragen und bleiben in Ästen hängen, werden einfach irgendwo in Tälern deponiert und schlussendlich landet vieles dann in den Oberflächengewässern. Diese transportieren die Kunststoffe dann schlussendlich ins Meer. Im Meer geraten sie in die grossen Meeresströmungen und sammeln sich in den riesigen Meereswirbeln, die für den Transport der Wassermassen und Nährstoffen in den Meeren verantwortlich sind. Bisher wurden 5 grosse Plastikteppiche identifiziert, welche sich im indischen, pazifischen und atlantischen Ozean (3) befinden, aber auch in kleinen Meeren, wie der Nordsee oder im Mittelmeer bilden sich aufgrund der Strömungen Ansammlungen von Plastik (4). Der, mit der grössten Konzentration an Plastikteilchen ist der Great Pacific Garbage Patch. Dieser liegt zwischen Kalifornien und Hawai und erstreckt sich über 1,6 Millionen km2, was ca 3 mal die Fläche von Frankreich ist (5). Doch nicht nur Plastiktüten, Flaschen oder Schuhe finden sich in diesen Müllteppichen. Je nach Ort besteht der Teppich zu grossen Teilen aus alten Fischernetzen, die auch Geisternetze genannt werden. In der Ostsee gehen Schätzungen zufolge jedes Jahr 5.000 bis 10.000 Netzteile verloren (6) und allein im Rhein, als am stärksten belasteten Fluss Europas, werden oberflächlich 191 Mio. Teilchen pro Tag ins Meer transportiert, was einer Jahresfracht von 10 Tonnen entspricht (7). Laut Schätzungen kann es 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben (18).

Doch was sind die Probleme daran? Die direktesten sichtbaren für uns Menschen sind wohl die Verschmutzung der Strände. Das Meer gibt uns quasi zurück, was wir ihm gegeben haben. Nur passiert das eben auch dort, wo nicht unbedingt Menschen leben und den Plastik einsammeln können. Stattdessen wird das Plastik von den Tieren mit Nahrung verwechselt. Neulich haben wir eine Doku über Vogelpopulationen in der Karibik gesehen. Ein Tierschutzprojekt fängt dort die kleinen Vögel ein und untersucht sie auf Krankheiten, um sie danach wieder freizulassen. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass die Mägen der Jungvögel aufgrund des Plastiks, das sie von ihren Mütter gefüttert bekommen, laut knirschen. Dadurch, dass der Magen voll ist, haben sie kein Hungergefühl und verhungern. Gibt es keine Jungtiere mehr, wird irgendwann die Population aussterben. Aber auch in allen anderen Organismen finden sich Kunststoffe, wie in einem vor Sardinien angespülten Walweibchen mit 22 kg Plastik im Magen (11). Und wie sieht es bei uns aus? Uns betrifft es doch nicht. Doch. Bei uns wurde es auch gefunden, denn statistisch gesehen nehmen wir pro Mahlzeit ca 100 Plastikteile zu uns (12). Nanoplastik kann sogar in unsere körpereigenen Zellen eintreten und wurde bereits in Föten gefunden (16). Schön oder?

Usual macro-/ microplastic deposition after high tide
Collection of different parts found on the beach

But: „From this moment despair ends and tectics begin.“ – Bansky

Die ganze Kunststoffproblematik ist riesig und umfassend und wir können das alles leider nicht in einen Artikel fassen, sonst würdet ihr beim lesen irgendwann einschlafen und uns die Finger vom Schreiben abfallen. Was können wir also tun?

Auf persönlicher Basis ist es sicherlich erstmal wichtig sich des oben Beschriebenen und weiteren Aspekten bewusst zu sein, sich zu informieren und darüber zu sprechen. Nach dem Bewusstsein über das Problem kommen die 3 Rs: Reduce, Reuse, Recycle. Beim Reduzieren geht es ganz simpel darum: Um den Müll, den du nicht erzeugst, musst du dich auch nicht kümmern. Konkret heisst das z.B. zu schauen, dass man möglichst grosse Pakete für Alltagsprodukte kauft (zB für Nudeln, Mehl, Öl usw.). Von den grossen Verpackungen kann man dann zuhause in kleinere, handlichere abfüllen. Oder man geht gleich in einen der zahlreichen Unverpackt-Läden einkaufen, die es in den meisten Städten mittlerweile gibt und geht anstatt im Supermarkt auf dem Wochenmarkt einkaufen. Klar kann man nicht alle Verpackungen ersetzen, aber man kann bestimmt vieles reduzieren. Was die Wiederverwendung betrifft: Es existiert Upcycling. Viele Ideen findet Ihr hier (23). Die besten Ideen unserer Meinung nach: Trinkflaschen zum Wiederbefüllen. Keine Einweg-Plastikflaschen mehr. Stoffbeutel für Obst, Gemüse … etc. Keine Einweg-Plastiktüten mehr. Der Ecocup für die Menstruation, ein Silikonbecher, der Tampons oder Binden ersetzt. Ein Becher für Getränke on the go, wie Kaffee oder Tee, anstelle von Papier- oder Plastikbechern.
Ausserdem gibt es die ein oder andere App wie zB ReplacePlastic, mit der man die EAN Nummern auf den Produkten im Supermarkt scannen kann. Die App schickt dann eine Mail an den Produzenten, in der dieser zur Reduzierung aufgefordert wird.


Aber was ist mit den grossen Problemen? Mit den grossen Plastikteppichen, die gerade im Meer oder in den Flüssen schwimmen? Was kann man dort tun? Mittlerweile haben sich viele grössere und kleinere Initiativen gebildet, die das Problem angehen. Neulich haben Wissenschaftler einen „Bakteriencocktail“ entwickelt, der Kunststoffe in Biomasse umwandelt (24). Mit «the Ocean CleanUP» aus Rotterdam, Everwave aus Aachen oder 4Ocean aus den Staaten gibt es einige Organisationen, die das Zeug aus den Gewässern holen, z.T. auch recyclen und auch Sensibilisierung vor Ort betreiben. Weil, um ehrlich zu sein, ohne das Problem an der Wurzel zu packen und die Ursache zu bekämpfen, weiterhin Plastik in die Meere gelangen wird. Und Bildung ist die beste Möglichkeit dies zu tun. Es gibt überall auf der Welt kleine lokale Bildungsprogramme um die Bevölkerung über Kunststoffe zu bilden. Programme, die wir super finden sind zB Precious Plastics. Dort werden Anleitungen von Plasticverwertungsmaschinen zum selber Nachbauen hochgeladen und Empfehlungen gegeben, wie in den Gemeinden Sammelpunkte eingerichtet werden können. Oder aber auch lokale Initiative wie in Kenia, wo Kunststoffe zu Bausteinen wiederverwertet werden (17).


Um das alles zusammenzufassen: Wir haben ein echtes Problem mit der ganzen Plastikflut und wenn wir nicht aufpassen werden wir darin ersticken. Wir müssen uns selbst immer wieder hinterfragen, ob wir Firmen, die viel Verpackungen verwenden, mit unseren Kaufentscheidungen weiter unterstützen wollen. Dann hat man die Möglichkeit Projekte, die weltweit  dagegen kämpfen zu unterstützen.Was wir zum Beispiel hier in „Rascarey“ (www.rascarey.com) machen, sind regelmäßige „Beach Clean Up’s“, bei denen wir 4 Stunden am Strand verbringen und Makro- bis Mikroplastik vom Strand sammeln. Mit den farbigen Kappen versuchen wir, ein Kunstwerk zu schaffen. Aber wie viel positiven Einfluss kann das letztendlich haben? Diese Frage stellen wir uns. Klar gehen wir so mit gutem Beispiel voran und werden sofort auf die Ernsthaftigkeit des Problems aufmerksam gemacht, aber leider werden wir das Problem auf diese Weise nicht lösen. Aber den grössten Hebel hat wie immer die Politik. Recycling muss attraktiver werden, als Neuprodukte aus Erdöl herzustellen. Wir müssen hin zu einer richtigen Kreislaufwirtschaft. Alles andere ist Verschwendung. Und jede/r Einzelne/r hat die Macht, das zu ändern.

« Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. « – Die Ärzte

Versiona italiana

La plastica ha un numero impressionante di caratteristiche positive. È flessibile, elastica, impermeabile, molto leggera, può essere modellata in vari modi, isola, è chimicamente resistente, estremamente leggera ed è disponibile ovunque. La si vede usata ovunque: Per imballaggi, borse, vestiti, materiale isolante, pellicole, parti di carrozzeria, scarpe, bottiglie, reti da pesca, ecc. C’è un numero incredibile di possibilità per l’utilizzo della plastica. Basta dare un’occhiata alla nostra spesa o al supermercato e vediamo cosa è imballato nella plastica e pensare che questo materiale è stato estratto dalla terra, raffinato e modellato per servire da imballaggio e poi gettato nella spazzatura, un usa e getta. Un “perfetto” processo di produzione e deterioramento lineare (in senso ironico ovviamente). In Germania, come numero uno dell’UE nella produzione di rifiuti da imballaggio, ci è stato detto per anni che il tasso sul riciclaggio era alto, ma si scopre che è solo circa il 50% (10) e che era più conveniente esportare i rifiuti in Cina e Malesia, dove i rifiuti vengono bruciati senza regole ambientali e intere popolazioni locali avvelenate. (8, 9). Ancora una volta, questo è un problema che ha origine qui, da noi, anche nei paesi industrializzati, il quale viene spostato altrove, con la speranza che nessunə si accorga. La nuova legge dell’UE sugli imballaggi mira a contrastare questo fenomeno e a raggiungere almeno il 63% di riciclaggio entro il 2022. Vediamo come sarà la realtà.

Washing plastic cups for them beeing upcycled
Plastic work in progress

Le forme più comuni di plastica sono il polipropilene (PP; utilizzato p.e.: per imballaggi e fibre), il polietilene (PE; anche per imballaggi), il polietilene tereftalato (PET; per bottiglie di plastica), il PVC (usato per pavimenti e tubi) e il polistirene (per materiale isolante, imballaggi, tavole da surf) e possono essere suddivisi in termoplastici (si ammorbidiscono quando vengono riscaldati) e termoindurenti (non si ammorbidiscono più quando vengono riscaldati). La maggior parte dei produttori impregnano il tipo di plastica da qualche parte sui loro prodotti con i codici uniformi a livello internazionale da 1 per il PET a 7 per le altre plastiche. Questi sono prodotti dal petrolio nelle raffinerie per polimerizzazione (13).

Esistono alternative alla plastica a base di petrolio. Il più noto è il PLA (acido polilattico). Lo si può trovare per esempio nell’agricoltura, in alcuni ristoranti ecologici o in alcuni imballaggi. Il PLA è fatto da materie prime rinnovabili e può essere compostato. L’unica domanda è: succede veramente? Apparentemente il PLA può essere compostato correttamente solo in impianti di compostaggio industriale. In generale, i rifiuti organici hanno un tempo di decomposizione di 80 giorni. Tuttavia, questo non è sufficiente per il PLA. La produzione, quindi, dovrebbe essere sostenibile secondo una visione olistica (14), altrimenti l’intera sostituzione non porta molto e si ha lo stesso effetto come con l’energia da biomassa, dove si coltivano enormi monocolture per produrre elettricità o una miscela diesel (15).

Per quante proprietà positive abbia la plastica, tuttə noi conosciamo i suoi aspetti negativi. Sono estremamente durevoli e non si biodegradano. Ciò significa che non appena si trovano in natura, vengono decomposti dal movimento o dal sole, da pezzi grandi a pezzi sempre più piccoli. Così la macroplastica diventa microplastica e alla fine si crea la nanoplastica. Quest’ultima è poi così piccola che viene anche trasportata nell’atmosfera (1) e gli effetti sulla nostra salute non sono ancora noti. Quindi, anche in zone del mondo dove non c’è influenza umana, troviamo residui di plastica nel suolo, come addirittura nella neve dell’Artico (2).

One of those instagram trends
Same same but different

Dalla introduzione della plastica nel 1907 e dall’inizio della produzione di massa nei primi anni ’50, essa si è diffusa in tutto il mondo. Mentre in alcuni paesi ci sono punti pubblici di raccolta dei rifiuti e sistemi di riciclaggio, in molti altri il riciclaggio è insufficiente. I vari prodotti vengono trasportati dal vento attraverso il paese e rimangono impigliati nei rami, vengono semplicemente scaricati da qualche parte nelle valli e infine gran parte di essi finisce nelle acquee, quindi fiumi e laghi. Questi trasportano poi la plastica nel mare. Nel mare, entrano nelle grandi correnti oceaniche e si raccolgono negli enormi vortici oceanici dentro i quali si depositano e affondano migliaia di tonnellate di plastica. Finora sono stati identificati 5 grandi isole di plastica, situati negli oceani Indiano, Pacifico e Atlantico (3), ma accumuli di plastica si verificano anche in piccoli mari, come il Mare del Nord o il Mar Mediterraneo, sempre a causa delle correnti (4). Quella con la più alta concentrazione di particelle di plastica è la Great Pacific Garbage Patch. Si trova tra la California e le Hawaii e copre 1,6 milioni di km2, che è circa 3 volte la superficie della Francia (5). Ma non solo i sacchetti di plastica, le bottiglie o le scarpe possono essere trovati in queste macchie di spazzatura. A seconda della località, tra il 30 e il 50% della superficie è costituito da vecchie reti da pesca, chiamate anche reti fantasma. Nel Mar Baltico, si stima che ogni anno si perdono da 5.000 a 10.000 pezzi di rete (6) e nel solo Reno, il fiume più inquinato d’Europa, 191 milioni di particelle al giorno vengono trasportate superficialmente in mare, il che corrisponde a un carico annuale di 10 tonnellate (7). Secondo le stime, nel 2050 ci potrebbe essere più plastica che pesci nel mare (18).

Ma quali sono i problemi? Il più direttamente visibile per noi umani è probabilmente l’inquinamento delle spiagge. Il mare ci restituisce quello che gli abbiamo dato. Ma questo accade anche in luoghi dove la gente non vive necessariamente e raccogliere anche lì la plastica può essere molto difficile. Piuttosto, la plastica viene scambiata per cibo dagli animali. L’altro giorno abbiamo visto un documentario sulle popolazioni di uccelli nei Caraibi. Un progetto di protezione degli animali, dove catturano i piccoli uccelli marini per analizzarli dalle varie malattie per poi rilasciarli. Hanno notato che gli stomaci dei giovani uccelli scricchiolano rumorosamente a causa della plastica con cui vengono nutriti dalle loro madri. Poiché i loro stomaci sono pieni, non hanno lo stimolo di fame e muoiono di fame. Se non ci sono più giovani, prima o poi la popolazione si estinguerà. Ma la plastica si trova anche in tutti gli altri organismi, come in una balena spiaggiata al largo della Sardegna con 22 kg di plastica nello stomaco (11). E noi? A noi non ci riguarda. Giusto? Invece sì, ci riguarda e come. Infatti è stato trovato anche in noi, perché statisticamente mangiamo circa 100 pezzi di plastica a pasto (12). Le nanoplastiche possono addirittura entrare nelle cellule del nostro corpo e sono già state trovate nei feti nella placenta (16). Bello, vero?

From this moment, despair ends and tectics begin (“da questo momento finisce la disperazione e comincia la tattica”). (cit. Banksy)

L’intero problema della plastica è complesso e descrivere tutto in un articolo purtroppo non ci è possibile, altrimenti vi addormentereste mentre lo leggete e a noi cadrebbero le dita nello scrivere. La comunità scientifica ha svolto e sta tutt’ora studiando questa massa di detriti e sui rischi irreversibili cui andiamo incontro. Quindi noi cosa possiamo fare di concreto?

Education is the most powerful weapon which you can use to change the world – Nelson Mandela

Cati presenting a reusable mensturation Ecocup

Sul principio individuale, è certamente importante essere consapevoli di quanto descritto sopra, informarsi e parlarne.  Dopo un risveglio delle coscienze del problema vengono le magiche tre “erre”: Ridurre, Riutilizzare, Riciclare.

Ridurre è abbastanza semplice: non devi preoccuparti dei rifiuti che non produci. In termini concreti, questo significa, per esempio, comprare le confezioni più grandi possibili per i prodotti di uso quotidiano (per esempio pasta, farina, olio, ecc.). Dai grandi pacchetti si può poi riempire in contenitori più piccoli, più gestibili per la casa. Oppure si può andare a fare la spesa in uno dei numerosi negozi “senza imballaggi” che ormai esistono nella maggior parte delle città. Un’alternativa è fare la spesa al mercato settimanale invece che al supermercato di una grande catena. Naturalmente non si elimina completamente l’imballaggio, ma in questo modo si può certamente ridurre molto. Poi esiste l’upcycling inteso come azione di ricupero di  materiali o prodotti che non si usa più per trasformarli in una qualità o utilità superiore. Detto anche riciclaggio dall’alto. Le migliori invenzioni a riguardo secondo noi sono: la borraccia d’acqua. Basta con le bottiglie di plastica. I sacchi di cottone per frutta, verdure …ecc. Basta con i sacchi di plastica monouso. L’ecocup per le mestruazioni, una coppa di silicone che sostituisce tamponi o assorbenti. Una tazza per la tua bevanda quotidiana al bar, invece dei bicchieri di carta o di plastica. Ci sono tante innovazioni moderne, quindi perché non lasciarsi ispirare e provare?

Ci sono anche applicazioni come ReplacePlastic che ti permettono di scannerizzare i numeri EAN sui prodotti al supermercato. Questa invia quindi un’e-mail al produttore chiedendogli di ridurre il loro consumo di plastica.

Ma che dire dei grandi problemi? Le isole di plastica che galleggiano nel mare o nei fiumi in questo momento? Cosa si può fare lì? Recentemente, gli scienziati hanno sviluppato un „cocktail batterico“ che converte la plastica in biomassa (24). Nel frattempo, molte iniziative grandi e piccole si sono formate per affrontare il problema. „The Ocean CleanUP“ di Rotterdam, “Everwave” da Aquisgrana o “4Ocean” dagli Stati Uniti, ci sono diverse organizzazioni che tolgono i rifiuti dalle acque per riciclarle in parte e a livello locale sensibilizzano la popolazione sul problema. Perché, ad essere onesti, senza andare alla radice del problema e combattere la causa, la plastica continuerà ad entrare negli oceani. E l’educazione è il modo migliore per risolvere un problema alla radice. Altro esempio di programma che pensiamo sia ottimo è: “Precious Plastics”. Essi caricano istruzioni su come costruire macchine per il riciclaggio della plastica e danno raccomandazioni su come allestire punti di raccolta nelle comunità. O un altro esempio da seguire è l’iniziativa locale in Kenya, dove la plastica viene riciclata in blocchi per il riutilizzo nella costruzione (17).

Social Media wannabe picture
Reality: we have a serious problem with plastics

Per riassumere il tutto: Abbiamo un vero problema con tutta l’inondazione di plastica e se non stiamo attenti ci soffocheremo dentro. Dobbiamo continuare a interrogarci se continuare a sostenere le aziende che usano molti imballaggi con le nostre decisioni di acquisto. Inoltre, per quellә che hanno le capacità, possiamo mostrare supporto a progetti che lottano contro questo in tutto il mondo in diversi modi. Quello che facciamo per esempio qui a “Rascarey” (www.rascarey.com) sono regolarmente “Beach Clean up’s”, in cui passiamo 4 ore sulla spiaggia, e raccogliamo la macroplastica fino alla microplastica dalla spiaggia. Con I tappi colorati proviamo a creare un pezzo di arte. Ma alla fin fine, quanto impatto positivo può avere? Ce lo chiediamo anche noi. Sicuramente diamo un buon esempio e si viene subito sensibilizzati sulla gravità del problema, ma purtroppo non risolveremo così il problema. La leva più grande è, come sempre, la politica, il sistema politico. Il riciclaggio deve diventare più attraente della produzione di nuovi prodotti dal petrolio. Dobbiamo andare verso una vera economia circolare. Tutto il resto è uno spreco. E ogni individuo ha il potere di cambiare le cose, partendo dal proprio piccolo.

„Non è colpa tua se il mondo è come è. Sarebbe solo colpa tua se rimanesse così. “ – tradotto da un testo di canzone dal gruppo musicale “Die Ärzte”

English Version

Plastics have an astonishing number of positive properties. They are flexible, stretchable, waterproof, very light, can be shaped in various ways, insulate, are chemically resistant, are extremely light and are available everywhere. You see them used everywhere: Packaging, bags, clothes, insulation materials, films, car body parts, shoes, bottles, fishing nets, etc. There are an incredible number of applications. Let’s just look over our groceries or look in the supermarket at all the things that are packed in plastic and think about the fact that this material has been extracted from the earth, refined and shaped at great expense of energy to serve as packaging and then thrown in the rubbish after this one-time use. A perfect, linear production and recycling process. While we in Germany, as the EU leader in the production of packaging waste, were told for years that we had a high recycling rate, it turns out that this is only about 50% (10) and that it was cheaper to export the waste to China and Malaysia to be burnt there without environmental regulations and to poison the population there (8, 9). Once again, this is a shift of problems that arise here to places where Western society hopefully does not notice. The new packaging law is supposed to counteract this and realise a recycling rate of 63% by 2022. Let’s see what the reality will look like.

The most common forms are polypropylene (PP, for packaging, films, fibres), polyethylene (PE, for packaging), polyethylene terephthalate (PET, for beverage bottles), polyvinyl chloride (for floors and pipes) and polystyrene (for insulation material, packaging, surfboards) and can be divided into thermoplastics (soften when heated) and thermosets (no longer soften when heated). Most manufacturers stamp the type of plastic somewhere on their products with the internationally uniform codes from 1 for PET to 7 for other plastics. These plastics are produced from crude oil in refineries by polymerisation (13).
Meanwhile, there are also alternatives to petroleum-based plastic. The best known is probably PLA (polylactic acid). This can be found, for example, in agriculture, in some ecologically oriented restaurants or in a few types of packaging. PLA is made from renewable raw materials and can be composted. The only question is: does it happen? Apparently PLA can only be composted properly in industrial composting plants. Organic waste has a retention time of 80 days there. However, this is not enough to compost PLA. Production should also be sustainable from a holistic point of view (14), otherwise all the substitution won’t do much good and you will have the same effect as with energy from biomass, where huge monocultures are cultivated to generate electricity or diesel admixtures (15).

As many positive properties as plastics have, we all know about their negatives. They are extremely durable and do not biodegrade. This means that as soon as they are in nature, they are broken down by movement or by the sun from large to smaller and smaller pieces. This is how macroplastics become microplastics and eventually even nanoplastics. This is then so small that it is even transported in the atmosphere (1). Therefore, even in areas of the world where there is no human influence, we find plastic residues in the soil, like in the snow in the Arctic (2). The effects on human health are not yet known.

Since its introduction in 1907 and the start of mass production in the early 1950s, plastics have spread all over the world. While in some countries there are public waste collection points and recycling systems, in many others there is insufficient recycling. The various products are carried across the country by the wind and get caught in branches, are simply dumped somewhere in valleys and finally much of it ends up in surface waters. These then eventually transport the plastics into the sea. In the sea, they get caught in the large ocean currents and collect in the huge ocean eddies that are responsible for transporting the water masses and nutrients in the oceans. So far, 5 large plastic carpets have been identified, which are located in the Indian, Pacific and Atlantic Oceans (3), but accumulations of plastic also form in small seas, such as the North Sea or the Mediterranean Sea, due to the currents (4). The one with the highest concentration of plastic particles is the Great Pacific Garbage Patch. It is located between California and Hawaii and covers 1.6 million km2, which is about 3 times the area of France (5). But not only plastic bags, bottles or shoes are found in these rubbish patches. Depending on the location, the carpet consists largely of old fishing nets, also called ghost nets. In the Baltic Sea, it is estimated that 5,000 to 10,000 pieces of net are lost every year (6) and in the Rhine alone, as the most polluted river in Europe, 191 million particles per day are transported superficially into the sea, which corresponds to an annual load of 10 tonnes (7). According to estimates, there may be more plastic than fish in the sea by 2050 (18).

But what are the problems with this? The most directly visible ones for us humans are probably the pollution of the beaches. The sea is giving us back what we have given it, so to speak. But this also happens in places where people don’t necessarily live and can collect the plastic. Instead, the plastic is mistaken for food by the animals. Recently we saw a documentary about bird populations in the Caribbean. An animal welfare project there captures the small birds and examines them for diseases before releasing them again. They have noticed that the stomachs of the young birds crunch loudly because of the plastic they are fed by their mothers. Because their stomachs are full, they have no sense of hunger and starve to death. If there are no more young animals, the population will eventually die out. But plastics are also found in all other organisms, as in a female whale washed up off Sardinia with 22 kg of plastic in its stomach (11). And what about us? It doesn’t affect us. Yes, it does, because statistically we eat about 100 pieces of plastic per meal (12). Nanoplastics can even enter our own body cells and have already been found in foetuses (16). Beautiful or?

But: „From this moment despair ends and tectics begin.“ – Bansky

The whole plastic issue is huge and extensive and unfortunately we can’t put it all into one article, otherwise you would eventually fall asleep reading it and our fingers would fall off from writing it. So what can we do?

On a personal basis, it is certainly important to be aware of the above and other aspects, to inform oneself and to talk about them. After awareness of the problem come the 3 Rs: Reduce, Reuse, Recycle. Reduce is quite simple: you don’t have to worry about the waste you don’t produce. In concrete terms, this means, for example, buying the largest possible packages for everyday products (e.g. pasta, flour, oil, etc.). You can then fill the large packages into smaller, more manageable ones at home. Or you can go shopping in one of the numerous unpackaged shops that now exist in most cities and go to the weekly market instead of the supermarket. Of course you can’t replace all packaging, but you can certainly reduce a lot. As for reuse: upcycling exists. You can find many ideas here (23). The best ideas in our opinion: Drinking bottles to refill. No more disposable plastic bottles. Cloth bags for fruit, vegetables … etc. No more disposable plastic bags. The Ecocup for menstruation, a silicone cup that replaces tampons or pads. A cup for drinks on the go, like coffee or tea, instead of paper or plastic cups.
There are also apps, such as ReplacePlastic, that allow you to scan the EAN numbers on products in the supermarket. The app then sends an email to the producer asking them to reduce.

But what about the big problems? With the big plastic carpets that are floating in the sea or in the rivers right now? What can be done there? In the meantime, many larger and smaller initiatives have been formed to tackle the problem. Recently, scientists developed a „bacterial cocktail“ that converts plastics into biomass (24). With „the Ocean CleanUP“ from Rotterdam, Everwave from Aachen or 4Ocean from the States, there are several organisations that take the stuff out of the waters, partly recycle it and also raise awareness locally. Because, to be honest, without getting to the root of the problem and fighting the cause, plastic will continue to enter the oceans. And education is the best way to do that. There are small local education programmes all over the world to educate people about plastics. Programmes that we think are great are Precious Plastics. They upload instructions on how to build plastic recycling machines and give recommendations on how to set up collection points in the communities. Or local initiatives like the one in Kenya, where plastics are recycled into building blocks (17).

To sum it all up: We have a real problem with the whole plastic flood and if we are not careful we will suffocate in it. We need to keep questioning ourselves whether we want to continue to support companies that use a lot of packaging with our purchasing decisions. What we do here in „Rascarey“ (www.rascarey.com) for example, are regular „Beach Clean Up’s“, where we spend 4 hours on the beach and collect macro- to microplastic from the beach. With the coloured caps we try to create a piece of art. But how much positive impact can this ultimately have? This is the question we ask ourselves. Sure, we set a good example and are immediately made aware of the seriousness of the problem, but unfortunately we won’t solve the problem this way. But the biggest lever, as always, is politics. Recycling must become more attractive than producing new products from petroleum. We have to move towards a real circular economy. Everything else is a waste. And every individual has the power to change that.

„It is not your fault that the world is the way it is. It would only be your fault if it stayed that way. “ – german band Die Ärzte

1 – https://pureportal.strath.ac.uk/en/publications/atmospheric-transport-and-deposition-of-microplastics-in-a-remote

2 – https://www.nationalgeographic.com/environment/article/microplastics-found-in-arctic-snow

3 – https://marinedebris.noaa.gov/info/patch.html

4 – https://www.nationalgeographic.org/encyclopedia/great-pacific-garbage-patch/

5 – L. Lebreton, B. Slat, F. Ferrari, B. Sainte-Rose, J. Aitken, R. Marthouse, S. Hajbane, S. Cunsolo, A. Schwarz, A. Levivier, K. Noble, P. Debeljak, H. Maral, R. Schoeneich-Argent, R. Brambini, J. Reisser: Evidence that the Great Pacific Garbage Patch is rapidly accumulating plastic. In: Scientific Reports. Band 8, Nr. 1, Dezember 2018, doi:10.1038/s41598-018-22939-w

6 – https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/geisternetze/

7 – https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Kleinste-Plastikteilchen-Der-Rhein-gehoert-weltweit-zu-den-am-staerksten-belasteten-Stroemen.html

8 – https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/malaysia-muell100.html

9 – https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/deutscher-plastikmuell-malaysia

10 – https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/verpackungsverbrauch-in-deutschland-weiterhin-sehr

11 – https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/toter-wal-vor-sardiniens-kueste-hatte-22-kilo-plastik-im-magen-16120564.html

12 – https://utopia.de/plastik-mikroplastik-essen-staub-studie-85770/

13 – https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics/large-family

14 – https://www.plastikalternative.de/was-ist-pla/

15 – https://www.spiegel.de/wirtschaft/monokulturen-umweltschuetzer-warnen-vor-energie-aus-biomasse-a-476654.html

16 – Ragusa et al.: Plasticenta: First evidence of microplastics in human placenta. In: Environment International, Volume 146, January 2021, doi: 10.1016/j.envint.2020.106274

17 – https://www.dhakatribune.com/world/africa/2021/02/05/kenyan-recycles-plastic-waste-into-bricks-stronger-than-concrete

18 – https://time.com/4186250/ocean-plastic-fish/

19 – https://theoceancleanup.com

20 – https://everwave.de/

21 – https://www.4ocean.com

22 – http://preciousplastic.com/

23 – https://utopia.de/tag/upcycling/

24 – https://www.theguardian.com/environment/2020/mar/27/scientists-find-bug-that-feasts-on-toxic-plastic

Bilderquellen:

https://www.nationalgeographic.com/science/article/140715-ocean-plastic-debris-trash-pacific-garbage-patch

https://www.elitedaily.com/envision/hand-holding-couple-india-photos/1029999

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