À propos… Tortugas

Versione italiana vedi sotto
English version below

Wusstet Ihr, dass dieses Tier schon seit der Zeit der Dinosaurier, wenn nicht sogar schon früher, an Land lebt? Also schon 230 Millionen Jahre (11)?

Wir haben das Glück gehabt oder aber auch eine besorgniserregende Erfahrung gemacht, 66 Lora-Schildkröteneier schlüpfen zu sehen, auch genannt: Olive Ridley, oder noch professioneller: Lepidochelys olivacea. Viel Glück, denn wie wir später erklären werden, ist es ein besonderes Erlebnis. Bedauerlich: Denn diese Erfahrung im März zu machen, ist sehr ungewöhnlich. Die Experten auf diesem Gebiet beobachten diese Tatsache stillschweigend, mit kritischem Blick. Nach ein paar neugierigen Fragen erfahren wir, dass sie vermuten, dass es vielleicht an der globalen Erwärmung liegt, die den natürlichen Zyklus der Olive Ridley Schildkröte aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Das macht auch uns nachdenklich.

Lasst uns dieses Reptil näher kennenlernen!

On the way to releasing the turtles

Die Lora-Schildkröte ist die kleinste der Meeresschildkröten, normalerweise weniger als 50 kg schwer, und ist nach der olivgrünen Farbe ihres herzförmigen Panzers benannt. (1) Außerdem hat ihr Panzer 6 bis 8 Platten auf jeder Seite und zwei zwischen den Augen und der Nase. Männchen haben einen langen Schwanz, das sogenannte Plastron, welches eine abgeflachte Struktur ist, die den Bauchbereich der Schale bildet, während Weibchen einen kurzen Schwanz und ein flaches Plastron haben. (2)

Sie ist eine Allesfresser-Schildkröte, die gelegentlich in der Nähe der Oberfläche anhält, um sich zu sonnen und so zu wärmen, oder in Tiefen von mindestens 150 Metern abtaucht, um Krabben, Krebse, Mollusken und andere kleine Tiere zu fressen, die auf dem Boden leben.

Oliv-Bastardschildkröten sind am besten bekannt für ihre besondere Art zu nisten: bekannt als „arribadas“ („Ankunft aus dem Meer“). Eine Arribada ist ein Massenbrutereignis, bei dem Tausende von Schildkröten zur gleichen Zeit an Land kommen, um ihre Eier am gleichen Strand abzulegen. Dieses Phänomen ist vielen Wissenschaftler*innen noch immer ein Rätsel. Es wird angenommen, dass dies durch den Mondzyklus beeinflusst wird und eine Möglichkeit ist, Raubtiere zu vermeiden. Allerdings nehmen nicht alle Weibchen an Arribadas teil; einige sind Einzelgänger (3). Die wichtigsten Strände befinden sich in Indien, Mexiko und Costa Rica.

Dies Schildkröten klettern typischerweise 1 bis 3 Mal pro Saison an die Strände, an denen sie selbst geboren wurden, graben ihre Nester in den Sand und produzieren jedes Mal bis zu 110 Eier. Diese benötigen 45 bis 65 Tage zum Schlüpfen. (4) Das Geschlecht von Wasserschildkröten wird durch die Außentemperatur bestimmt. Eier, die bei einer Temperatur von 31 bis 32°C bebrütet werden, produzieren nur Weibchen; im Gegensatz dazu produziert eine Temperatur von 28°C oder weniger ausschließlich Männchen und Temperaturen von 29 bis 30°C produzieren ein Gelege mit gemischten Geschlechtern. Der Schlupferfolg kann je nach Strand und Jahr aufgrund wechselnder Umweltbedingungen und Nesträubern variieren (6). Oliv-Bastardschildkröten erreichen die Geschlechtsreife im Alter von etwa 15 Jahren, also früher als andere Meeresschildkröten.

Turtle babies in their „over-day“ stay
Brisa holding shells of a disorientated dead turtle

Es ist wenig über die jungen Schildkröten bekannt, aber man nimmt an, dass sie ihre ersten Jahre damit verbringen, in den Meeresströmungen zu treiben und sich von planktonischen Pflanzen und Tieren zu ernähren, während sie Tausende von Meilen zwischen Freiwasser-Futterplätzen und küstennahen Brutgebieten wandern. Fischer haben sie mehr als 4.000 km von Land entfernt im Pazifik gesichtet (4). Studien haben gezeigt, dass 1 von 1.000 geschlüpften Schildkröten bis zum Erwachsenenalter überleben wird. (5)

Warum ist die Zahl so niedrig? Was wird diesen majestätischen Tieren zum Verhängnis? Früher wurden Schildkröten wegen Schildpatt gejagt, dem Material aus dem ihr Panzer gemacht ist. Dieses Material ist ähnlich wie Horn und wurde zu Kämmen, Haarnadeln, Brillenfassungen oder Knöpfen verarbeitet. Durch die CITES (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) wurde 1976 die Jagd und der Handel verboten und die Arten unter Schutz gestellt. Trotzdem sind viele Schildkrötenarten heute immer noch bedroht oder ihre Population ist abnehmend (7). Die heutigen Gefahren für sie sind zum Einen ihre natürlichen Feinde. Nach dem Schlüpfen müssen die kleinen Schlidkröten so schnell wie möglich ins Meer. Dabei orientieren sie sich am hellsten Horizont, in dem Falle ist das das Meer. Auf diesem Weg lauern ihnen  Fressfeinde wie Krabben oder Vögel auf, die nur darauf warten, leichte Beute zu bekommen.
Eine viel grössere Bedrohung allerdings erfahren sie durch den Menschen. An Land sind dies Wilderer, die auf die Eiablage warten und die Eier dann aus den Nestern nehmen und sie als Delikatessen verkaufen. Ausserdem behindern verstärkte Küstenentwicklung und Verbauungen die Eiablage an sich. Beim Schlüpfen kann Lichtverschmutzung dazu führen, dass der hellste Horizont nicht das Meer ist und die kleinen Schlidkröten sich verirren. Reifenspuren oder sonstige Hindernisse auf dem Strand sind für die Jungtiere eine unüberwindbare Barriere. Haben sie es ins Wasser geschafft sterben viele Schildkröten als Beifang in Netzen der industriellen Fischerei, da sie sich dort veheddern und verhungern. Sie können ausserdem Plastiktüten mit Quallen verwechseln oder fressen mit Algen überzogene Kunststoffdeckel. Diese werden dann von den Tieren nicht verdaut und sammeln sich im Magen und Darm an, was zu ihrem Tod führt. Weil die Industriefischerei mittlerweile auch in küstennahen Gegenden fischt, weichen lokale Fischer z.T. wieder auf die Jagd auf Schildkröten um (8). Neben diesen direkten Beeinflussungen hat natürlich auch noch der Klimawandel einen grossen Einfluss auf die Schildkrötenpopulationen. So wird das Geschlecht, wie oben beschrieben, durch die Temperatur des Nestes bestimmt. Wird es nun wärmer, werden vermehrt oder ausschliesslich Weibchen geboren, was mittel oder langfristig zu einem Aussterben der ganzen Art führen wird (9). Ausserdem werden durch den Anstieg des Meeresspiegels (je nach Szenario sind das zwischen 26 cm und 200 cm (10)) die Nester überschwemmt oder Brutplätze gehen durch Erosion komplett verloren.

This is defenitely not a jellyfish
Pathway to the ocean

Um wenigstens den direkten Einfluss des Menschen zu lindern gibt es Schildkröten Aufzuchtsprojekte wie das Rascarey Projekt, bei dem wir grade leben und arbeiten. Diese überwachen während der Nistsaison den Strand (2 km) Tag und Nacht und bringen die Eier in einen eigenen extra dafür eingerichteten Bereich. Die Eier werden dann wieder eingegraben und solange überwacht, bis die Jungtiere schlüpfen. Dann werden wie wieder in die Nähe des Wassers gebracht, wo sie dann ihre lange Reise beginnen können. Ausserdem werden von uns Beachcleanings von angeschwemmten Kunststoffabfällen durchgeführt und Angeschwemmtes Holz wird beseitigt, damit die Schildkröten auf ihrem Weg nicht gestört werden. Ausserdem werden die lokale Bevölkerung und Touristen über Schildkröten und und die Wichtigkeit der Erhaltung der Natur sensibilisert und geschult. Dieses Projekt finanziert sich, hauptsächlich aus Spenden, wofür Material für die Saison und für die Unterkünfte gekauft werden. Weitere Informationen findet Ihr unter https://www.rascarey.com/ und wenn ihr aus der Ferne helfen möchtet, können Sie hier spenden https://www.gofundme.com/f/project-rascarey-needs-help. Eine Spendenaktion, die Niklas und ich organisiert haben.

Die Schildkröte hat nicht nur eine interessante biologische Geschichte, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der spirituellen Welt, besonders in indigenen Kulturen. Wir finden dieses Reptil im Medizinrad. Dies ist ein uraltes Medium, das die Elemente und Schöpfungen des Planeten Erde nutzt, um uns zu helfen, uns selbst, unsere Interaktionen mit anderen und unsere Beziehungen zu unserer spirituellen Quelle besser zu verstehen. Dieser heilige Kreis ist ein Symbol der Einheit unter allen Lebewesen auf der Erde. Er ist auch ein Symbol für die Ewigkeit, weil er keinen Anfang und kein Ende hat. Alles, was auf dem Kreis existiert, ist miteinander verbunden und gleichberechtigt.

Ein Absatz übersetzt aus dem Buch: Der Weg des Medizinrades – von Kathy L.Callahan:

„Das Zentrum des Kreises ist ein Synonym für die Schildkröte. Die amerikanischen Ureinwohner erzählen eine Mythologie, die besagt, dass die Schildkröte mit Mutter Erde auf dem Rücken aus dem Meer auftauchte und den Platz bereitstellte, an dem alle Kreaturen leben konnten. Deshalb bezeichnen manche Menschen das Land auch als „Schildkröteninsel“. Die Schildkröte ist also mit der Erschaffung der Erde selbst verbunden.  Sie existiert auf der Erde seit der Zeit der Dinosaurier – und doch ist die Schildkröte immer noch da. Die Schildkröte ist auch die Verbindung zu denen, die in einer anderen Dimension von Zeit und Raum leben. Während die Schildkröte über verschiedene Dimensionen hinweg kommunizieren kann, hat sie auch einen starken Sinn für Selbstidentität. Sie lebt Hunderte von Jahren, ist gut etabliert, autark und geschützt innerhalb der Schale, die sie trägt. Die Schildkröte bewegt sich mit langsamer, aber bewusster Absicht. Sie ist hartnäckig und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen. Sie weiß auch, dass Frieden und Harmonie aus einer sanften Langsamkeit kommen. Diese sanfte Langsamkeit ist das Herz der Meditation – das Mittel, mit dem auch wir über die Dimensionen von Zeit und Raum hinweg kommunizieren und die geistige Welt besuchen können (12).“

Vielleicht ein ziemlich abstrakter Absatz für Viele. Aber wenn wir tiefer nachdenken, haben wir, die westlichen Menschen, uns von unseren indigenen Ursprüngen und unserem Wissen entfernt. Und wir haben diese Verbindung zu unserer geistigen Welt, die in uns liegt, verloren. Wir können davon überzeugt sein, dass der Wandel nicht nur auf politischer, globaler, wirtschaftlicher und sozialer Ebene stattfinden muss, sondern auch aus uns selbst heraus, aus dem Menschen selbst. Wir glauben, wenn jeder von uns die Möglichkeit hat, sich selbst zu erkennen, sich selbst zu verwirklichen und eine innere Gelassenheit zu finden, wäre unsere Welt, unser Zuhause, ein besserer Ort.

Rascarey hatching station
Cati liberating a baby turtle to the ocean

Am 10.03. wurden 66 Baby-Schildkröten geboren, geschützt in einem Netz auf dem Sand. Wir brachten sie in einen Eimer, den wir mit einem Tuch abdeckten, um sie vor der Sonne zu schützen und um ihnen zu helfen, wieder einzuschlafen. Die beste Zeit, um sie ihre große und lange Reise beginnen zu lassen, ist bei Sonnenuntergang. So fanden wir uns um 17 Uhr am Strand ein, zogen zwei Linien in Richtung Meer, damit die Anwesenden den Raum der kleinen Schildkröten respektierten, und begleiteten eine nach der anderen auf ihrer ersten kleinen Strecke und wünschten ihnen „buen viaje“. Kleiner als unsere Handflächen, sahen wir ihnen zu, wie sie dem Sonnenuntergang entgegengingen, diesen leuchtenden rot-gelben Farben, diesen Wellen, dem Ozean, diesem unendlichen Horizont, so groß und doch geheimnisvoll für den Menschen. Und zwischen unseren verschiedenen Gedanken haben wir uns gefragt, ob es wenigstens einer schaffen wird. Es lag eine gewisse Melancholie in der Luft.

Es muss wirklich ein heiliges Tier sein, um schon in der Zeit der Dinosaurier überlebt zu haben… hoffen wir, dass es auch diese Zeiten überleben wird.

Versiona Italiana

À propos: Tartarughe. Lo sapevate che questo animale vive sulla terra già dai tempi dei dinosauri, se non addirittura prima? Quindi già da 230 milioni di anni? (11)


Abbiamo avuto la fortuna o sfortuna di poter vedere schiudersi 66 uova di tartarughine Lora, chiamate anche: Olive Ridley, o ancora più professionalmente: Lepidochelys olivacea. Fortuna perché come vi spiegheremo successivamente, è un’esperienza unica. Sfortuna: perché vivere questa esperienza in marzo è molto insolito. Gli esperti in questa zona osservano questo fatto in silenzio, con un occhio critico. Dopo qualche nostra domanda curiosa, scopriamo che loro sospettano che sia magari dovuto al riscaldamento climatico, il quale ha squilibrato il ciclo naturale della tartaruga Olive Ridley. Questo fa riflettere anche noi.

Andiamo a conoscere in modo più approfondito questo rettile.

La tartaruga Lora è la più piccola delle tartarughe marine, di solito meno di 45 kg e prende il nome per il suo colore verde oliva del suo guscio a forma di cuore. (1) Inoltre, il suo carapace ha da 6 a 8 placche su ogni lato e due che si trovano tra gli occhi e il naso. I maschi hanno una coda lunga, il cosiddetto: plastron, ovvero una struttura appiattita che forma la parte ventrale del guscio, mentre le femmine hanno una coda corta e un plastron piatto. (2)

Si tratta di una tartaruga onnivora, che sosta di tanto in tanto nei pressi della superficie per poter prendere il sole e perciò riscaldarsi o si immerge a profondità di almeno 150 metri per mangiare gamberi, granchi, molluschi e altri piccoli animali che vivono sul fondo.

Olive Ridley sono note soprattutto per il loro modo particolare di nidifcare: note come “arribadas” (“arrivo dal mare”). Un’arribada è un evento di nidificazione di massa quando migliaia di tartarughe vengono a riva nello stesso momento per deporre le uova sulla stessa spiaggia. Questo fenomeno è ancora un enigma per la scienza. Si crede che ciò sia influenzato dal ciclo lunare e sia un modo per evitare i predatori. Tuttavia, non tutte le femmine partecipano alle arribadas; alcune sono nidificatrici solitarie (3). Le spiagge più importante si trovano in India, Messico e Costa Rica

In genere queste risalgono le spiagge in cui loro stesse erano nate da 1 a 3 volte a stagione, scavando i loro nidi nella sabbia e deponendo fino a 110 uova alla volta. Queste impiegano da 45 a 65 giorni per schiudersi. (4) Il sesso delle tartarughe viene determinato dalla temperatura esterna. Le uova incubate a temperature comprese tra 31 e 32 ° C producono solo femmine; invece, una temperatura a 28 ° C o meno produce esclusivamente maschi; e temperature di 29 a 30 ° C producono una frizione di sesso misto. Il successo della schiusa può variare in base alla spiaggia e all’anno, a causa delle mutevoli condizioni ambientali e dei tassi di predazione dei nidi. (6) Le tartarughe Olive Ridley raggiungono la maturità sessuale a circa 15 anni di età, un’età precoce rispetto alle altre tartarughe marine.

Rare picture of a turtle hatching outside of its nest
Baby turtle on its way

Si sa poco sulle giovani tartarughine, ma si pensa che trascorrano i loro primi anni galleggiando nelle correnti oceaniche e nutrendosi di piante e animali planctonici migrando per migliaia di chilometri tra l’alimentazione pelagica e le zone costiere di riproduzione. I pescatori li hanno avvistatio a più di 4.000 km dalla terraferma nel Pacifico. (4)

Studi hanno dimostrato che solo 1 su 1000 tartarughine nate, sopravviverà fino all’età adulta. (5)

Perché il numero è così basso? Qual è la rovina di questi animali maestosi? In passato, le tartarughe venivano cacciate per il loro guscio. Questo materiale è simile al corno e veniva trasformato in pettini, forcine, montature per occhiali o bottoni. La CITES (la Convenzione di Washington sul commercio internazionale delle specie di fauna e flora minacciate di estinzione) ha vietato la caccia e il commercio nel 1976 e ha messo la specie sotto protezione. Nonostante questo, molte specie di tartarughe sono ancora oggi minacciate o la loro popolazione è in declino (7). Le minacce per loro oggi sono, in primo luogo, i loro nemici naturali. Dopo la schiusa, le piccole tartarughe devono raggiungere il mare il più rapidamente possibile. Si orientano sull’orizzonte più luminoso, in questo caso il mare. In questo modo sono minacciati da predatori come granchi o uccelli, che aspettano solo una facile preda.

Una minaccia molto più grande, tuttavia, è rappresentata dagli esseri umani. Sulla terraferma, si tratta di bracconieri che aspettano che le uova vengano deposte per poi prenderle dai nidi e venderle come prelibatezze. Inoltre, l’aumento dello sviluppo costiero e della costruzione ostacolano la deposizione delle uova. Quando si schiudono, l’inquinamento della luce può significare che l’orizzonte più luminoso non è il mare e le piccole tartarughe si perdono. Tracce di pneumatici o altri ostacoli sono una barriera insormontabile per le covate. Una volta arrivate in acqua, molte tartarughe muoiono come catture accidentali nelle reti da pesca industriali, dove rimangono impigliate e muoiono di fame. Possono anche scambiare sacchetti di plastica per meduse o mangiare coperchi di plastica ricoperti di alghe. Questi non vengono poi digeriti e si accumulano nello stomaco e nell’intestino, portandoli alla morte. Dato che la pesca industriale ora pesca anche in zone vicine alla costa, i pescatori locali stanno in alcuni casi tornando alla pesca di tartarughe per la loro carne (8). Oltre a queste influenze dirette, la crisi climatica ha anche un grande impatto sulle popolazioni di tartarughe. Per esempio, come descritto sopra, il sesso è determinato dalla temperatura del nido. Se diventa più caldo, nasceranno più o solo femmine, il che porterà all’estinzione dell’intera specie a medio o a  lungo termine (9). Inoltre, l’aumento del livello del mare (tra 26 cm e 200 cm a seconda dello scenario (10)) inonderà i nidi o i siti di riproduzione saranno completamente persi a causa dell’erosione.

Per mitigare almeno l’impatto diretto dell’uomo, ci sono progetti di allevamento di tartarughe come il Rascarey Project, dove attualmente viviamo e lavoriamo. Sorvegliano la spiaggia (2 km lunga) giorno e notte durante la stagione della nidificazione e portano le uova in un’area protetta allestita per questo scopo. Le uova vengono poi sepolte di nuovo e monitorate fino alla schiusa dei piccoli. Poi vengono riportati vicino all’acqua dove possono iniziare il loro lungo viaggio. Procediamoanche alla pulizia della spiaggia dai rifiuti di plastica spiaggiati e rimuoviamo il legno spiaggiato in modo che le tartarughe non siano disturbate nel loro cammino. Inoltre, la popolazione locale e i turisti vengono sensibilizzati ed educati sulle tartarughe e sull’importanza della conservazione della natura. Questo progetto è finanziato principalmente da donazioni, che servono ad acquistare materiale per la stagione e per l’alloggio dei volontari. Per maggiori informazioni, vedi https://www.rascarey.com/ e se hai voglia di aiutare da lontano puoi donare qui https://www.gofundme.com/f/project-rascarey-needs-help. Una raccolta soldi, organizzato da noi in un opera nella quale siamo direttamente coinvolti.

American Indigenous Vision of Turtle Island
Trails

La tartaruga non ha solamente una storia biologica interessante ma anche nel mondo spirituale rappresenta un ruolo importante, soprattutto nelle culture indigene. Questo rettile lo ritroviamo nella ruota della medicina. Questo è un mezzo antico che utilizza gli elementi e le creazioni del pianeta terra per aiutarci a capire meglio noi stessi, le nostre interazioni con gli altri e le nostre relazioni con la nostra fonte spirituale. Questo cerchio sacro è un simbolo dell’unità fra tutti gli esseri viventi sulla terra. È anche un simbolo dell’eternità perché non ha né un inizio né una fine. Tutto ciò che esiste nel cerchio è interconnesso ed equo.

Un paragrafo tradotto dal libro: The path of the medicine wheel – di Kathy L.Callahan

“Il centro del cerchio è sinonimo di tartaruga. I nativi americani raccontano una mitologia, la quale dice che la tartaruga emerse dal mare con madre terra sulla schiena e fornì il luogo in cui tutte le creature potevano vivere. Questo è il motivo per cui alcune persone si riferiscono alla terra come „l’isola della tartaruga“. La tartaruga è quindi collegata alla creazione della terra stessa.  Essa esiste sulla terra dai tempo dei dinosauri – eppure la tartaruga è ancora qui. La tartaruga è anche il collegamento con coloro che vivono in un’altra dimensione di tempo e spazio. Mentre la tartaruga può comunicare attraverso diverse dimensioni, ha anche un forte senso di auto-identità. Essa vive centinaia di anni, è ben radicata, autosufficiente e protetta all’interno del guscio che porta. La tartaruga si muove con un intento lento ma deliberato. Essa è tenace e non sarà dissuasa dal suo cammino. Sa anche che la pace e l’armonia nascono da una dolce lentezza. Questa dolce lentezza è il cuore della meditazione – il mezzo con cui anche noi possiamo comunicare attraverso le dimensioni del tempo e dello spazio e addentrarci nel mondo spirituale (12).”

Magari un paragrafo parecchio astratto per moltə. Ma se riflettiamo più approfonditamente, noi, persone occidentali, ci siamo allontanate dalle nostre origini e conoscenze indigene. E abbiamo perso questa connessione con il nostro mondo spirituale che giace in noi stessi. Possiamo essere convintə che il cambiamento non dovrà avere solamente luogo a livello politico, globale, economico e sociale ma anche a partire da noi stessə, dalla persona stessa. Pensiamo che se ognunə di noi ha la possibilità di conoscersi, realizzarsi e trovare una serenità interiore, il nostro mondo, la nostra casa, sarebbe un posto migliore.

Il 10.03.21 sono nate le 66 tartarughine, protette nella retina sulla sabbia. Le abbiamo trasferite in un cesto, coperte con un telo per proteggerle dal sole e ad aiutarle a ri- addormentarsi. Il momento migliore per lasciarle iniziare il loro grande e lungo pericoloso percorso di vita, è al tramonto. Così, alle ore 17 ci siamo trovati in spiaggia, abbiamo tracciato due righe verso il mare in modo che le persone presenti rispettassero lo spazio delle tartarughine e una dopo l’altra le abbiamo accompagnate durante il loro primo piccolo tratto, augurandole “buen viaje”. Più piccole del nostro palmo della mano, le osservavamo camminare verso il tramonto, quei colori vivi rosso-giallo, verso quelle onde, verso l’oceano, quell’orizzonte infinito, così grande e ancora misterioso per l’essere umano. E tra i nostri diversi pensieri, ci chiedevamo se almeno una ce la farà. Si respirava una certa aria malinconica.

Scary vision from our perspective, but not for rhe turtles
and suddenly they are gone. Buen viaje

Dev’essere davvero un animale sacro per essere sopravvissuto già ai tempi dei dinosauri…speriamo che sopravviverà anche questi di tempi.

English Version

Did you know that this animal has been living on land since the time of the dinosaurs, if not earlier? That is, for 230 million years (11)?

We have been lucky enough, or had a worrying experience, to see 66 Lora turtle eggs hatch, also called: Olive Ridley, or more professionally, Lepidochelys olivacea. Good luck, because as we will explain later, it is a special experience. Regrettable: because to have this experience in March is very unusual. The experts in this field observe this fact silently, with a critical eye. After a few curious questions, we learn that they suspect it may be due to global warming, which has thrown the natural cycle of the Olive Ridley turtle out of balance. This makes us think, too.

Let’s get to know this reptile better!

The Lora turtle is the smallest of the sea turtles, usually weighing less than 50 kg, and is named after the olive green colour of its heart-shaped shell. (1) In addition, its carapace has 6 to 8 plates on each side and two between the eyes and nose. Males have a long tail called a plastron, which is a flattened structure that forms the ventral area of the shell, while females have a short tail and a flat plastron. (2)

It is an omnivorous turtle that occasionally stops near the surface to bask and thus warm itself, or dives to depths of at least 150 metres to eat crabs, crayfish, molluscs and other small animals that live on the bottom.

Olive bastard turtles are best known for their special way of nesting: known as „arribadas“ („arrivals from the sea“). An arribada is a mass breeding event where thousands of turtles come ashore at the same time to lay their eggs on the same beach. This phenomenon is still a mystery to many scientists. It is believed that this is influenced by the lunar cycle and is a way to avoid predators. However, not all females participate in arribadas; some are solitary (3). The most important beaches are in India, Mexico and Costa Rica.

These turtles typically climb the beaches where they were born 1 to 3 times per season, dig their nests in the sand and produce up to 110 eggs each time. These take 45 to 65 days to hatch. (4) The sex of turtles is determined by the outside temperature. Eggs incubated at a temperature of 31 to 32°C produce only females; in contrast, a temperature of 28°C or less produces only males, and temperatures of 29 to 30°C produce a mixed-sex clutch. Hatching success may vary between beaches and years due to changing environmental conditions and nest predators (6). Olive bastard turtles reach sexual maturity at about 15 years of age, earlier than other sea turtles.

Little is known about the young turtles, but they are thought to spend their first few years drifting in ocean currents, feeding on planktonic plants and animals as they migrate thousands of miles between open-water feeding grounds and near-shore breeding areas. Fishermen have sighted them more than 4,000 km from land in the Pacific Ocean (4). Studies have shown that 1 in 1,000 hatchling turtles will survive to adulthood. (5)

Why is the number so low? What dooms these majestic animals? In the past, turtles were hunted for tortoiseshell, the material their shells are made of. This material is similar to horn and was made into combs, hairpins, spectacle frames or buttons. CITES (the Washington Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) banned hunting and trade in 1976 and placed the species under protection. Nevertheless, many turtle species are still threatened today or their population is declining (7). Today’s threats to them are, firstly, their natural enemies. After hatching, the little turtles have to get into the sea as quickly as possible. In doing so, they orientate themselves towards the brightest horizon, which in this case is the sea. On this way, predators such as crabs or birds lie in wait for them, just waiting for easy prey.
A much greater threat, however, comes from humans. On land, these are poachers who wait for the eggs to be laid and then take them from the nests and sell them as delicacies. In addition, increased coastal development and construction impede egg-laying. When they hatch, light pollution can mean that the brightest horizon is not the sea and the little turtles get lost. Tyre tracks or other obstacles on the beach are an insurmountable barrier for the hatchlings. Once they make it into the water, many turtles die as by-catch in industrial fishing nets, where they become entangled and starve to death. They can also mistake plastic bags for jellyfish or eat plastic lids covered with algae. These are then not digested by the animals and accumulate in their stomachs and intestines, leading to their death. Because industrial fisheries now also fish in coastal areas, local fishermen are sometimes switching back to hunting turtles (8). In addition to these direct influences, climate change also has a major impact on turtle populations. For example, as described above, sex is determined by the temperature of the nest. If it gets warmer, more or only females will be born, which will lead to the extinction of the entire species in the medium or long term (9). In addition, the rise in sea level (between 26 cm and 200 cm depending on the scenario (10)) will flood the nests or breeding sites will be completely lost through erosion.

To at least mitigate the direct impact of humans, there are turtle breeding projects such as the Rascarey Project, where we currently live and work. They monitor the beach (2 km) day and night during the nesting season and bring the eggs to a special area set up for this purpose. The eggs are then buried again and monitored until the young hatch. Then they are brought back near the water where they can start their long journey. We also carry out beach cleanings of washed up plastic waste and remove washed up wood so that the turtles are not disturbed on their way. In addition, the local population and tourists are sensitised and educated about turtles and the importance of nature conservation. This project is mainly financed by donations, which are used to buy material for the season and for the shelters. More information can be found at https://www.rascarey.com/ and if you would like to help from afar, you can donate here https://www.gofundme.com/f/project-rascarey-needs-help. A fundraiser that Niklas and I organised.

The turtle not only has an interesting biological history, but also plays an important role in the spiritual world, especially in indigenous cultures. We find this reptile in the medicine wheel. This is an ancient medium that uses the elements and creations of planet earth to help us better understand ourselves, our interactions with others and our relationships with our spiritual source. This sacred circle is a symbol of unity among all living beings on Earth. It is also a symbol of eternity because it has no beginning and no end. Everything that exists on the circle is interconnected and equal.

A paragraph translated from the book: The Way of the Medicine Wheel – by Kathy L.Callahan:

„The centre of the circle is synonymous with the turtle. Native Americans tell a mythology that the turtle emerged from the sea with Mother Earth on its back and provided the place where all creatures could live. This is why some people refer to the land as „Turtle Island“. So the turtle is connected to the creation of the earth itself. It has existed on Earth since the time of the dinosaurs – and yet the turtle is still there. The turtle is also the connection to those who live in another dimension of time and space. While the turtle can communicate across different dimensions, it also has a strong sense of self-identity. It lives for hundreds of years, is well established, self-sufficient and protected within the shell it carries. The turtle moves with slow but deliberate purpose. She is persistent and will not be swayed from her path. It also knows that peace and harmony come from a gentle slowness. This gentle slowness is the heart of meditation – the means by which we too can communicate across the dimensions of time and space and visit the spiritual world (12).“

Perhaps a rather abstract paragraph for many. But if we think deeper, we, Westerners, have moved away from our indigenous origins and knowledge. And we have lost that connection to our spiritual world that lies within us. We can be convinced that change has to come not only on a political, global, economic and social level, but also from within ourselves, from within the human being. We believe that if each of us has the opportunity to know ourselves, to realise ourselves and to find an inner serenity, our world, our home, would be a better place.

On 10.03. 66 baby turtles were born, protected in a net on the sand. We put them in a bucket, which we covered with a cloth to protect them from the sun and to help them go back to sleep. The best time to let them start their big and long journey is at sunset. So we found ourselves on the beach at 5pm, drew two lines towards the sea so that those present respected the space of the little turtles, and accompanied one after the other on their first little journey, wishing them „buen viaje“. Smaller than the palms of our hands, we watched them walk towards the sunset, those bright red and yellow colours, those waves, the ocean, that infinite horizon, so vast and yet mysterious to man. And between our various thoughts, we wondered if at least one would make it. There was a certain melancholy in the air.

It must really be a sacred animal to have survived even in the time of the dinosaurs…. let’s hope it will survive these times too.

1 – https://nicoyapeninsula.com/wildlife/seaturtles.php

2 – https://thecostaricanews.com/lora-turtles-hatchling-release-to-sea/

3 – https://www.fws.gov/northflorida/SeaTurtles/Turtle%20Factsheets/olive-ridley-sea-turtle.htm

4 – https://oliveridleyproject.org/olive-ridley-turtle

5 – https://www.rascarey.com/

6 – https://it.qaz.wiki/wiki/Olive_ridley_sea_turtle

7 – https://www.iucn-mtsg.org/

8 – https://www.visiondive.com/gefahren-fuer-meeresschildkroeten/

9 – https://www.dw.com/de/klimawandel-bedroht-meeresschildkr%C3%B6ten/a-17925870

10 – https://www.pnas.org/content/116/23/11195

11 – https://www.bundespublikationen.admin.ch/cshop_mimes_bbl/00/0024817F68691EE1BAD921122148F303.pdf

12 – Kathy L. Callahan, The Path of the Medicine Wheel, 2010, Trafford Publishing, ISBN 978-1-4269-1628-1

Bildquellen:

http://maximpactblog.com/wp-content/uploads/2018/12/TurtlePlasticBag.jpg

https://www.instagram.com/stevenn.filmss/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: